Wie nachhaltig ist Ihre Beschaffung?

Wie nachhaltig ist Ihre Beschaffung?

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Geringe Produktionskosten, Mannigfacher Verkaufspreis. Durch die fortschreitende Globalisierung erschließen sich für viele Unternehmen weltweit neue Beschaffungsmöglichkeiten. Um weiterhin wettbewerbsfähig zu bleiben und Marktanteile zu sichern, erweisen sich vor allem die Billiglohnländer als besonders erfolgversprechend. Verständlicherweise ist es heutzutage unentrinnbar für viele Unternehmen, Vorteile aus diesen Ländern zu ziehen und somit ihre Produktion in diese Niedriglohnländer zu verlagern.

Doch ganz gefahrlos ist diese Entwicklung leider nicht. Denn gerade auf diese vorgelagerten Stufen des Wertschöpfungsprozesses können die Abnehmer nur sehr wenig Einfluss nehmen. Unversehens stellen die Unternehmen fest, in welchen Verhältnissen die Zuliefererbetriebe produzieren. Kinderarbeit, Hungerlöhne, gesetzwidrige Arbeitszeiten, kein Gesundheitsschutz, fehlende Sicherheitsvorkehrungen, Diskriminierung, sowie die Umweltbelastung stehen hier an der Tagesordnung.

Die Nichtachtung der sozialen und ökologischen Aspekte sind jedoch längst nicht nur das Verschulden der Zuliefererbetriebe.

Sofern Berichte an die Öffentlichkeit gelangen, bekommen auch die Unternehmen, infolge eines Imageschadens und durch Verluste der Marktanteile, bitterlich zu spüren, dass die Kundschaft auch sie zur Verantwortung ziehen.

Folglich ist es für jedes Unternehmen, welches in den Niedriglohnländern produziert, äußerst wichtig sich diesen Herausforderungen zu stellen. Hierbei ist besonders die Beschaffung des Unternehmens gefragt. Die gewählte Strategie der Beschaffung hat somit einen sehr starken und ausschlaggebenden Einfluss auf die Beschaffenheit des Endprodukts. Nicht nur der ökonomische Erfolg, auch die sozialen und ökologischen Aspekte müssen unumgänglich in der Wertschöpfungskette in Betracht gezogen werden. Mögliche Vorkehrungen können hierbei schon bei der Vertragsgestaltung, der Lieferantenauswahl bzw. -bewertung, sowie durch dem Setzen von Nachhaltigkeitskriterien beim Einkauf geltend gemacht werden. Denn es ist an der Zeit nicht wegzuschauen, sondern frühzeitig zu Handeln und zu Verändern.

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