Die Große Moschee von Djenné

Die Große Moschee von Djenné

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Baukunst aus Lehm

Die Erde grünt, die Saaten sprißen, der Fluss Bani ist angeschwollen und strömt mit Macht in Richtung der Niger, doch das Hochwasser ist bereits abgeflossen. Mehrere Monate lang werden nun die Tage nicht mit kräftigen Regenschauern enden: In Djenné, der „Stadt der Weisen und Gelehrte“, wie in ganz Mali, ist die Regenzeit vorbei. Überall in der Stadt werden jetzt Terassen und Mauern repariert und renoviert und zu diesem Zweck mit Bano überzogen, wie der mit Stroh und Kuhdung vermischte Lehm des Erdbodens hierzulande heißt. Er dient sowohl als Baumaterial wie zur Verzierung von in der Sonne getrockneten Ziegelsteinen.

djenneDie bis zu 20 m hohen Mauern der Moschee von Djenné sind 40 bis 60 cm dick, am Boden stärker als in der Höhe. 90 Pfeiler tragen das Dach., in dem 104 Öffnungen für Beflüftung sorgen. Es heißt, dass die Kegel, die das Gebäude ringsherum verzieren, an die vom Islam verdrängte Naturreligion des Landes erinnern sollen: Sie symbolisieren die Geister der Ahnen.

 Hier finden Sie einen direkten Link zur Homepage der Moschee

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