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Und schon wieder die Bildzeitung: Bei uns Deutschen heisst es Familientragödie – Bei Ausländern: Ehrenmord!

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Es ist schlimm genug, dass Menschen sterben. Aber bitte: wir müssen doch vernünftig berichten, damit kein falsches Bild entsteht

Wenn Medien in Deutschland über Familentragödien berichten, stellt man oft folgendes fest: Wenn es sich um Tragödien handelt, bei denen vermeintlich westliche Familien beteiltigt sind, so findet man irgendwelche Begrifflichkeiten, welche die Situation scheinbar sachlich und nachvollziehbar darstellen. Entweder ist es ein Ehestreit, eine psychische Abnormität oder ein Amoklauf – was immer das sein soll.

Sind allerdings Familien involviert, die so nicht richtig in das uns bekannte westliche Bild passen wollen (Türken, Araber, Muslime) titelt die Boulevardpresse: EHRENMORD, DER ISLAM IST SCHULD, AUSLÄNDISCHE KULTUR usw. Dieses Spiel wird inzwischen nicht nur von der Boulevardpresse gespielt, sondern auch von der vermeintlich seriösen Presse mitgespielt.

Und dann wundern wir uns, woher denn die Übergriffe auf Ausländer und die Neo-Ausländerfeindlichkeit kommt.

Wollen wir diese Kultur ernsthaft zulassen?

Hat denn die Presse Narrenfreiheit? Versteckt sich die Presse nicht hinter der sogenannten Pressefreiheit? Haben alle uns wichtigen ethischen und moralischen Vorstellungen gar keinen wert und müssen sogar diese wertvollen zivilen Errungenschaften der Menschheit sich vor der Pressefreiheit beugen?
Wir sagen NEIN! Die Presse hat eine Verantwortung, mit der sie sinnvoll und verantwortungsvoll umgehen muss. Vielleicht müsste man sogar über die Regulierung der Presse nachdenken, sind wir der Meinung. Die Presse muss zur Verantwortung gezogen werden können.

Der Grad zwischen Zensur und Regulierung ist sehr schmal. Dennoch ist das ein Muss für eine Gesellschaft, die friedlich miteinander leben möchte.

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