Fremdenhass weitet sich aus

Fremdenhass weitet sich aus

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Die Akşemsettin Moschee in Öhringen, wurde Opfer eines Fremden- und Islamfeindlichen Angriffes

Die Moschee in Öhringen gehört dem Verband der DITIB an. In Öhringen leben ca.20.000 Einwohner friedlich zusammen. Die DITIB ist der größte islamische Verband in Deutschland. Ihr sind ca. 1.000 Moscheen in Deutschland angeschlossen. Sie setzt sich für einen liberalen, inkludierenden und meschenfreundlichen Islam ein und verurteilt extreme Organisationen wie die IS oder Zustände in Ägypten.
In der Nacht vom 15.08 zum 16.08 wurde die Moschee gegen Mitternach nun Opfer einen offenkundigen fremden- und islamfeindlichen Angriffes. Diese Art von Angriffen häufen sich in letzter Zeit. Erst vor kurzem wurde eine Moschee in Baden-Würrtembergischen Kornwestheim auf ähnliche Weise angegriffen. Mit Spraydosen wurden feindliche Begriffe auf die Wände gesprüht und Fenster eingeschlagen.

„Scheiß Islamisten sollen verrecken“ steht ganz groß auf der Wand.
Leider häufen sich diese Art von Übergriffen in letzter Zeit. Fremdenhass und Islamhass scheinen sich immer mehr auszuweiten. Multikulti will scheinbar nicht gehört werden.

Viele Deutsche als auch Menschen mit Migrationshintergrund leben ein harmonisches und gemeinsames Leben als Nachbarn, Kollegen und Mitbürger. Einige andere scheinen allerdings nicht zu wissen wie das geht. Der ernst zu nehmende Mehrwert einer Gesellschaft mit unterschiedlichen Kulturen rückt offensichtlich immer weiter in den Hintergrund.

Es muss hier dringend entgegendgewirkt werden, bevor es zu spät ist.
Der Hass auf Fremde spiegelt sich in der Asylantenthematik ebenfalls wieder, obgleich Deutschland – im Vergleich zu anderen Ländern – mitunter immer noch eine sehr geringe Anzahl an Flüchtlingen aufnimmt. Fremdenhass als auch Islamfeindlichkeit werden Salongfähig.
Einige Menschen sehen mehr als nur Ansätze zur Stigmatisierung von Ausländern und Menschen, die dem islamischen Glauben angehören.

Ob Islam oder Islamist, das ist doch alles das Selbe
Es wird leider nicht unterschieden, ob ein Mensch dem Islam angehört und seine Religion friedlich auslebt, oder einer extremen Organisation zugehörig ist. Alle Organisationen -auch diejenigen, die den Glauben missbrauchen – werden in einen Topf geworfen. Es wird selten unterschieden, ob es sich um die breite Masse und damit eine friedferige Organisation oder um extreme Organisation handelt.

Der Angriff auf die Akşemsettin Moschee in Öhringen hat definitiv die falschen getroffen. Diese Art von Aktionen treffen nie die richtigen! Die Gemeinde integriert sich in die Gesellschaft. In den Predigten wird auf das friedliche Zusammenleben von Muslimen und Nichtmuslimen eingegangen. Gegenseitige Besuche in Moschee und Kirche zu Festtagen als auch Einladungen zu diversen Veranstaltungen sind an der Tagesordnung. Es findet jedes Jahr ein Tag der offenen Moschee statt. Christlich-Islamischer Dialog wird groß geschrieben.
Der Imam Selamet Akpinarli, der inzwischen seit 4 Jahren in Öhringen seinen Dienst verrichtet, sagte dem Tagesjournal24, dass er überrascht und erschrocken zugleich ist. „Bisher haben wir so etwas noch nicht erlebt. Wir leben in freundschaftichem Verhältnis zur Gemeinde, Nachbarn und Nicht-Muslimischen Freunden. Ich kann das nicht verstehen“.

Die Heilbronner Kriminalpolizeit hat sich dem Thema angenommen und ermittelt in dieser Sache. Leider bisher ohne Erfolg.