So ein Sch…aber auch

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Die chronische Verstopfung wurde bereits vor 2.200 Jahren in dem klassischen Lehrbuch der Traditionellen Chinesischen Medizin(TCM) ausführlich besprochen und betrifft laut Hochrechnungen etwa 2/3 aller Frauen.

Nach den Erkenntnissen der TCM spielt die seelische Gleichgewichtsstörung ursächlich eine wichtige Rolle. Die emotionalen Belastungen wie Sorge, Kummer, Trauer, Ärger und Frustrationen können auf Dauer eine „Leber-Qi-Stagnation“ und eine „Leber-Hitze“ bewirken. Sie verursacht eine Mordilitätsstörung des Dickdarmes. Es kommt zur Verstopfung, zur abdominalen Verkrampfung und Schmerzen.

Die TCM behandelt die chronische Verstopfung mit Heilkräutern und Akupunktur. Die psychotherapeutischen Gespräche, um die Gründe der Konflikte aufzuklären und abzubauen, sind wichtig.

Kräutertherapie: Die altbewärte Rezeptur wird häufig angewandt. Sie stammt aus dem klassischen Lehrbuch „Hang-han-lun“ aus der Han-Dynastie. Sie wirkt Stuhlgang abführend, Hitze senkend, Krampf lösend, Schmerz lindernd

  • Die Rezeptur besteht aus: Radix Rhei (medizinische Rhabarberwurzel) wirkt Stuhlgang abführend, Fieber/Hitze rhabarberwurzelsenkend, entgiftend, Durchblutung fördernd, Blutstauung auflösend, Gallenfluss anregend. 3-12 g/Tag. Bemerkung: Die abführenden Wirkstoffe sind hitzelabil und durch das längere Kochen abgeschwächt. In der Schwangerschaft und Stillzeit bitte nicht anwenden.

 

  • Cortex Magnoliae officialis (Magnolienrinde) Magnolienrindewirkt Krampf lösend, Völle-und Druckgefühl des Magen-Darm-Traktes beseitigend, entwässernd. Husten lindernd. 3-10 g/Tag

 

 

 

  • Fuctus Cannabis(Hanffrüchte) Hanffruchtwirkt Stuhlgang weich haltend und fördernd. 10-30 g/Tag. Vor dem Gebrauch zerkleinern.

 

 

 

  • Fructus Citri aurantii (Bitterorange) wirkt Krampf lösend, Schmerz lindernd, Schleim lösend. 3-10 g/Tag.

 

  • Radix Paelonia albae (Pfingstrosenwurzel) Pfingstrosenwurzelwirkt psychisch entspannend, Schmerz lindernd und blutbildend. 5-10 g/Tag. Bei Bedarf 15-30 g/Tag.

 

 

  • Semen Pruni armeniacae (armenische Aprikosensamen) wirkt Stuhlgang weich haltend und fördernd, Husten lindernd. 3-10 g/Tag. Vor dem Gebrauch zerkleinern.

Akupunktur: Die Akupunktur kann die Symptome lindern und den Krankheitsverlauf günstig beeinflussen. Eine Kombination von Heilkräutern und Akupunktur erhöht die Heilwirkung. Sie wird ein bis zweimal pro Woche durchgeführt, insgesamt  ca. 15-mal. Sie kann bei Bedarf jederzeit wiederholt werden.

Die gängie Akupunkturpunkte sind: Bai-hui(LG 20) Yin-tang(Extrapunkt). Shen-men(H7), Net-guan(KS 6), Zhong-wan (KG 12), Tian-shu (M 25), Da-heng (MP 15), Qi-hai (KG 6), Guan-yuan (KG 4), He-gu (Di 4), Qu-chi (Di 11, Zhi-gou (3E 5), Da-chang-shu (B 25), Yang-ling-quan (G 34), Zu-san-li (M 36), Shang-ju-xu (M 37), Zhao-hai (N 6), Tai-bai (MP 3), Xing-jian (L 2), Tai-chong (L 3)

Zusammenfassung: Die Therapie der chronischen Verstofpung nach der TCM hat sich seit jeher gut bewährt und ist empfehlenswert. In der Regel ist die chronische Verstopfung nur eines von vielen Symptomen der seelischen Gleichgewichtsstörung. Bei älteren Menschen muss die Möglichkeit eines Dickdarmkrebses vorher ausgeschlossen werden.

Hinweis: Die Ratschläge ersetzen nicht die Untersuchung und Betreuung durch einen Arzt. Vor Durchführung einer Selbstbehandlung sollte ein Arzt konsultiert werden, insbesondere wenn Sie an Gesundheitsbeschwerden leiden, regelmäßig Medikamente zu sich nehmen oder schwanger sind.

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