Rezeptfrei

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Für die meisten Raucher ist der Weg zum Nichtraucher ein ziemlich steiniger Weg. Das liegt vor allem daran, dass die meisten Raucher sich über das enorme Abhängigkeitspotenzial des Suchtstoffes Nikotin nicht bewusst sind.

mwwerbungAbhängigkeit ist definiert als zwanghaftes Bedürfnis nach einem bestimmten Stoff. Bei der Nikotinabhängigkeit ist dieser Stoff das Nervengift Nikotin. Nikotin kommt in Tabakpflanzen und anderen Nachtschattengewächsen vor. Einer Untersuchung der Universität Michigan zufolge, dass Tomaten, Kartoffeln und Auberginen dazu gehören. 10 Kilogramm Auberginen sind dieser Untersuchung zufolge dem Nikotin einer Zigarette gleich.

Nikotin wird meist als Zigaretten-, Zigarren- oder Pfeifenrauch inhaliert. Das Suchtpotenzial des Nikotins beruht auf seiner gleichzeitigen beruhigenden und stimulierenden Wirkung. Es regt schubartig den Gehirnstoffwechsel an. Allerdings ist seine Wirkung nur kurzzeitig. Der Raucher muss permanent Nikotin konsumieren, um den gewünschten Effekt zu erreichen. Ein Kriterium für Nikotinabhängigkeit sind Entzugserscheinungen, wenn das Suchtmittel nicht konsumiert werden kann.

Die Symptome, die beim Entzug von Nikotin auftreten, sind sehr vielfältig.

  • Als körperliche Symptome können sich zum Beispiel Nervosität, Reizbarkeit, Konzentrationsstörungen, Unruhe und Schlafstörungen zeigen. Selbst bei starken Rauchern verschwinden sie aber meist drei bis vier Wochen nach Entzugsbeginn.
  • Länger bleibt in der Regel die seelische Abhängigkeit. Denn der Raucher hat sich daran gewöhnt, mit dem Nikotin Ärger und Stress zu bekämpfen, Geselligkeit zu genießen oder sich geistig anzuregen. Ohne die gewohnte Zigarette entsteht nun bei diesen Situationen ein Gefühl der Leere. Die seelischen Entzugssymptome können noch Jahre nach der oft zitierten „letzten Zigarette“ auftreten.
  • Nicht selten nehmen Raucher nach ihrem Entzug auch an Gewicht zu. Dies liegt zum einen daran, dass der Körper durch die Nikotinzufuhr Fette und Kohlenhydrate schneller abbaut. Dieser Prozess läuft nach dem Entzug langsamer ab. Außerdem greifen viele Raucher zu Süßigkeiten, um ihre Lust nach einer Zigarette zu unterdrücken.

Nikotin ist extrem gesundheitsschädlich. Es verengt die Blutgefäße und schädigt die Nerven. Folge des Nikotinkonsums können unter anderem Durchblutungsstörungen, Blutgerinnsel oder Herzinfarkte sein. Verbrannter Tabak verursacht außerdem Krebs. Jährlich sterben in Deutschland bis zu 140.000 Menschen an Krebs, Herz-Kreislauf-und Lungenerkrankungen, die auf das Rauchen zurückgeführt werden.

Manchen Rauchern fällt der Ausstieg leichter, wenn sie für einen Übergangszeitraum Nikotin in Form von Pflastern, Kaugummis oder Nasensprays zu sich nehmen.

Für Raucher, die weniger als 20 Zigaretten pro Tag geraucht haben, empfiehlt sich das Nikotinkaugummi. Raucher, die extrem viele Zigaretten am Tag geraucht haben, profitieren eher von einem Nikotinpflaster als Ersatzstoff. Dabei gibt das Pflaster kontinuierlich Nikotin an den Körper ab. Der Vorteil des Pflasters ist die gleichmäßige Aufnahme des Nikotins.

Nikotin in Form von Kaugummis oder Pflastern soll Rauchern die Entwöhnung erleichtern

Nikotin ist das psychisch wirksame Suchtmittel in Zigaretten. Bei Raucherentwöhnung wird es eingesetzt, um den Raucher einerseits von den schädlichen Produkten im Tabakrauch zu entlasten und andererseits Nikotin Entzugserscheinungen zu mindern. Ein allmähliches Verringern der eingesetzten der eingesetzten Nikotin-Dosis steuert die Entzugserscheinung so, dass letztendlich ein Absetzen des Wirkstoffes und die völlige Entwöhnung möglich ist.

Nikotin ist ein enorm starkes Suchtmittel. Das Abhängigkeitspotenzial von Nikotin wird in der aktuellen Suchtforschung mit dem von Heroin verglichen.

Nikotin darf nicht angewendet werden bei Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff, Nichtrauchern oder Gelegenheitsrauchern. Unmittelbar nach einem Herzinfarkt, bei schlecht behandelbarer oder sich verschlechternder Herzenge, schweren Herzrhythmusstörungen sowie bei vor kurzem aufgetretenem Schlaganfall ist eine Behandlung untersagt.

Schwangere Frauen, stillende Mütter und Kinder dürfen Nikotin nicht anwenden. Bewahren Sie Nikotin (auch benutzte Pflaster) in jedem Fall unerreichbar für Kinder auf, denn Nikotin kann für Kinder tödlich sein.

Während der Behandlung mit Nikotin sollte keinesfalls geraucht werden. Es könnte sonst zu Vergiftungen kommen.

Nebenwirkungen

Sehr häufig: Schlafstörungen, ungewohnte Träume, Schlaflosigkeit, Kopfschmerzen, Schwindel, Übelkeit, Erbrechen, Hautreaktionen am Auftragungsort des Pflasters. Bei schweren anhaltenden Überempfindlichkeitsreaktionen sollte das entsprechende Produkt abgesetzt und ein Arzt aufgesucht werden.

Am Anfang der Behandlung können Geschmacksstörungen oder Schluckauf auftreten.

Wir wünschen in Ihrem Vorhaben viel Erfolg. Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg!

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